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Worte von Pfarrerin Linda Jünger zum gemeinsamen Gedenken am 18. April 2021 in Werder (Havel) an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie

Siehe, ich habe deinen Namen in meine Hand geschrieben,
ich habe dich immer vor Augen.

Das sagt Gott zu jedem seiner Geschöpfe, weil Gott um jeden einzelnen Menschen weiß und niemanden vergisst. Selbst dann, wenn alles wegbricht, was Menschen geliebt und was ihnen Halt gegeben hat, gilt ihnen dieses Wort aus dem Buch Jesaja.
Eine Zusage, die uns allen versprochen ist. Sie wird unendlich wertvoll,
wenn wir erfahren, allein zurückzubleiben und sich kein Ende in Sicht einstellen will.
Wenn wir Tag für Tag erleben, dass alles Vertraute zerbricht und der Tod entsetzliche Abbrüche in unsere Freundschaften, in unsere Familien und unsere Kontakte reißt und wir unausweichlich spüren, wie verletzlich wir sind, finden wir im Gebet Nähe und die Verbundenheit zueinander.
Wir bleiben allen Verzweifelten, allen Trauernden und allen, die sich in tiefer Wut befinden, in Anteilnahme und mit der Bitte um Segen zutiefst im Gebet verbunden.
Im Namen der evangelischen Kirchengemeinden des Pfarrbereichs Töplitz und des Pfarrbereichs Plötzin,
der evangelischen Kreuz-Kirchengemeinde Bliesendorf, des evangelischen Militärpfarramts Schwielowsee und der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel)

Pfarrerin Linda Jünger