Orgel der Evangelischen Heilig-Geistkirche Werder (Havel)

Im Jahre 1856 wurde die Orgel mit 2 Manualen und Pedal und insgesamt 17 Registern auf mechanischen Schleifladen von der Firma Carl Ludwig Gesell aus Potsdam gebaut.

Im Jahre 1906 wurde Alexander Schuke in Potsdam beauftragt die Orgel unter Beibehaltung des Orgelgehäuses und diverser Register zu vergrößern und mit dem damals modernen Windladensystem der pneumatischen Taschenlade zu versehen. Im Laufe der darauf folgenden Jahrzehnte erfuhr die Orgel einige Änderungen in der Disposition

 

Orgel in der Glindow zu Glindow

Die Dorfkirche Glindow, wie sie in ihrer heutigen Gestalt das Ortsbild des Ortsteiles prägt, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Am 8. November 1853 wurden mit der Kirchweihe die Bauarbeiten an der Dorfkirche Glindow beendet.

Für die Planung war der Architekt Friedrich August Stüler verantwortlich. Auch die Gestaltung des Innenraums und und damit auch die optische Gestaltung des Prospektes stammt aus seiner Feder. Friedrich August Stüler war königlicher Hofarchitekt von Friedrich Wilhelm VI und damit Nachfolger und Schüler von Friedrich Schinkel. 

Die Gesell Orgel in Glindow hat passend zum neogotischen Stil der Kirche einen neogotischen Prospekt. Solche Orgelprospekte gibt es nachweislich erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Gesell-Orgel von 1853 ist also eine der ersten dieser Bauweise und für ihre Zeit sehr modern. Sie wurde 2020 von der Orgelbaufirma Schuke restauriert und hat eine mechanisch Schleiflade.